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Sansibar

Weiße Traumstrände, türkises Wasser und Sonne pur - Das ist die Vorstellung von uns allen, wenn wir an Sansibar denken. Hat man Glück mit dem Wetter stimmt das wohl auch zum Großteil. Für mich war dies eine Reise der besonderen Art. Nach einer unvorhergesehenen, abenteuerlichen Nacht in Äthiopien und einer mehr als holprigen Anreise, hatte ich mich auf einen entspannten Urlaub gefreut. Mein erster Eindruck von der Insel war alles andere als das. Die Menschen hier wohnen großteils in winzigen Lehmhütten, gehen barfuß durch die Gegend und haben nicht viel außer ihrer tollen, positiven Art. Ich war schockiert über die Lebensumstände.

 

Im Hotel angekommen konnten wir verschnaufen und uns die Anlage ansehen. Der Sandstrand war wirklich ein Traum und das Meer glasklar. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da sich im seichten Wasser viele Seeigel tummeln. Am Strand trifft man viele Massai mit ihrer typisch roten Kleidung und geschmückt von Kopf bis Fuß. Durch ihre offene und freundliche Art ist es leicht mit ihnen ins Gespräch zu kommen, auch wenn das gebrochene Englisch manchmal schwer zu verstehen ist. Leider hat in den ersten Tagen das Wetter nicht mitgespielt. Regen und Wind hat die Entspannung etwas erschwert und natürlich ging mir das Szenario auf den Straßen bei der Anreise nicht aus dem Kopf.

 

Wir entschieden uns für einen Ausflug in die Altstadt Sansibars, genannt "Stone Town". Enge Gassen, quirlige Menschen, unterschiedlichste Gerüche, Fahrräder und Mopeds - alles auf einem Haufen. Die Fassaden bröckelten und es regnete in Strömen. Die Menschen verkaufen hier alles auf der Straße, denn richtige Geschäfte, so wie wir sie kennen, gibt es dort kaum. Die Markthalle ist ein Geruchserlebnis der Sonderklasse - Fleisch neben Fisch, Gewürzen, Obst und Gemüse. Wer es hier durch schafft, den kann nichts mehr erschüttern.

 

Ganz anders war es auf einer der vielen berühmten Gewürzfarmen. Hier gibt es von der Muskatnuss über Nelken bis hin zum Kurkuma alles zum Riechen und Schmecken. Wenn in Zukunft jemand sagt "Geh dorthin, wo der Pfeffer wächst" - ab nach Sansibar! Und solange das Wetter mitspielt und man die Hotelanlage nicht verlässt ist es eine wahrlich schöne Urlaubsdestination.

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